Tauchen lernen ist kinderleichtEs begann mit einem Gespräch am Beckenrand der Schwimmhalle Ankogelweg in Tempelhof zur Trainingszeit des DUC (Deutscher Unterwasser-Club) Berlin e.V. Die Fotos schoss Jörg Sonne. Daraus entwickelten wir (Heidi Smolarz und Annette Sonne) dieses kleine Interview mit „3 Fragen und 3 Antworten“. Heidi: Während der 60-jährigen Jubiläumsfeier des DUC Berlin antwortete die Vorsitzende Doris Dirbach-Thiel auf die Frage, wie sie sich die Zukunft vorstelle: „Viele Junge Leute, die wir hier ausbilden können; da müssen wir dranbleiben.“ Und du, Annette, arbeitest neben vielen anderen im Club ehrenamtlich seit vielen Jahren als Ausbilderin für den Nachwuchs. Und das ist gut so, denn es reicht nicht, nur eben mal die Luft anzuhalten und unterzutauchen. Wie gestaltest du die ersten Stunden mit den Kindern und wie jung sollten sie mindestens sein?
Annette: Tauchen fängt ja an mit der ABC-Ausrüstung (Maske, Flossen, Schnorchel). Dies kann man schon lernen, wenn man den Freischwimmer hat. Mit einem Tauchgerät hat man ab 8 Jahren die Möglichkeit dazu. Zuerst freunde ich mich mit den Kindern und Eltern an. Danach schaue ich, wie vertraut sie mit dem Wasser sind. Hiervon hängt das Tempo der Ausbildung ab. Ängstliche brauchen etwas länger als Wasserratten. Wer schnell lernt, kann auch bald seine verschiedenen Scheine machen. Also immer angepasst an den Schüler, den ich gerade betreue, egal ob Kind oder Erwachsener. Wir hatten auch schon mal Mutter und Kind in einem Kurs. Da beide es so wollten, ist es auch möglich. Und ich sage immer: „Also keine Angst haben, traut euch ins Wasser. Tauchen lernen ist kinderleicht.“ Voraussetzungen sind u.a. eine Tauchtauglichkeitsbescheinigung und ein schriftliches Einverständnis aller gesetzlichen Vertreter bei Kindern.
Heidi: Endlich sind alle Voraussetzungen erfüllt und die ersten Erfahrungen im Schwimmbad gesammelt. Das ist der Zeitpunkt, wo die jungen Tauchneulinge ihr Kindertauchsportabzeichen (KTSA) ablegen wollen. Ist hierfür eine Mitgliedschaft im DUC Berlin Voraussetzung? Und welche Gebühren entstehen? Annette: Bei den Kindertauchsportabzeichen fängt man erst mit 8 Jahren an. Vorher besteht die Möglichkeit einen Schnorchelschein abzulegen. Ab 6 Jahren kann man den „Otter“ und ab 7 Jahren die „Robbe“ ablegen. Natürlich muss man Mitglied bei uns im Verein sein. Für Mitglieder des DUC ist diese Aus- und Weiterbildung bis zum T*- / Bronze-Taucher kostenlos. Das theoretische Arbeitsmaterial wird zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt. Die Ausbildung und Prüfung erfolgt nach den jeweils gültigen Richtlinien des VDST (Verband Deutscher Sporttaucher e.V.), geregelt in der „VDST-KTSA Ordnung“.
Heidi: Welche Arten des Trainings und welche Orte gibt es außer dem Ankogelbad noch? Und kann man als Erwachsener auch noch das Tauchen erlernen? Annette: Bei unseren Trainingszeiten bieten wir auch spezielle Jugendzeiten an, in denen nur Jugendliche in den verschiedenen Altersklassen gemeinsam unter Anleitung von Erwachsenen trainieren. Es gibt aber auch ein „Familientraining“, wo Erwachsene mit Jugendlichen gemeinsam trainieren. Je nachdem welche Trainingszeit oder auch welcher Trainingsstil einem angenehm ist, kann man sich einer Trainingsgruppe anschließen. Bei dem „Familientraining“ zum Beispiel sind Kinder (6 – 15 Jahren) mit und ohne ihren Eltern, auch Senioren, sowie tauchaktive Mitglieder des Vereins dabei. Während des Trainings hilft jeder jedem. Jedoch ist der Übungsleiter und Tauchlehrer immer als kompetenter Ansprechpartner dabei. Jeder Interessierte ist herzlich willkommen und kann immer weiter lernen, auch Erwachsene. Denn es gibt auch im Bereich der Erwachsenen mehrere Möglichkeiten zur Erlangung von Tauchscheinen (Brevets).
Auf den Internetseiten des Deutschen Unterwasser-Clubs Berlin finden alle Interessierte ergänzend viele Informationen rund um das Tauchen und Berichte über das vielfältige Clubleben am Berliner Wannsee.
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